Basel-Stadt

Religionsunterricht in der Schule

Raum geben für die grossen Fragen

Woher komme ich? Warum bin ich da? Wohin gehe ich?

Kinder und Jugendliche stellen religiöse und existenzielle Fragen. Sie beobachten, sammeln Erfahrungen und sind auf der Suche nach Antworten. Wir begleiten und unterstützen sie dabei.

Religionsunterricht ergänzt die anderen Schulfächer in verschiedenen Dimensionen.

Regenbogen über Feldern und Wiesen
Foto: fietzfotos

Werte und Wissen

Der Religionsunterricht richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler. Neben den Kenntnissen über das Christentum und andere Religionen stehen das Erwerben von Kompetenzen zum selbständigen und reflektierten Denken im Zentrum. Der respektvolle Umgang von Menschen unterschiedlichen Glaubens wird gefördert. Schülerinnen und Schüler lernen, sich mit religiösen Themen auseinanderzusetzen.

Kinder malen Poster zum Frieden Peace
Foto: Dusan Stankovic

Ziele

Der Religionsunterrichts an der Schule

  • vermittelt Grundwissen über die christliche Religion (Christentum).
  • stellt andere Glaubensrichtungen und Religionen vor.
  • trägt zum Verständnis der Entwicklung unseres Kulturkreises bei.
  • sensibilisiert für Werte und Weltanschauungen.
  • leistet einen Beitrag zur Identitätsbildung.
  • fördert die interreligiöse Verständigung.
  • zielt auf eine selbstverantwortliche Lebensgestaltung.
Hand mit etwas Erde und Keimling

Primarstufe

Der Religionsunterricht findet von der 1. bis 6. Klasse im Rahmen des Pensums der Primarstufe statt. Laut Schulgesetz des Kantons Basel-Stadt ist das Erteilen des Religionsunterrichts an der Primarschule die Aufgabe der anerkannten Religionsgemeinschaften. Der allgemeine, ganzheitliche (= ökumenische) Religionsunterricht vermittelt Werte des hiesigen Kulturkreises, gibt Raum für Fragen und Diskussionen. Deshalb ergänzt der Religionsunterricht als Bildungsfach sinnvoll den Kompetenzbereich „Religionen und Weltsichten begegnen“ des schulischen Lehrplans. Er ist in der jüdisch-christlichen Tradition verankert, richtet sich aber explizit an alle Kinder und Jugendlichen mit und ohne religiösen Hintergrund. Religion in der Primarschule in Basel-Stadt ist ein Bildungsfach wie andere Schulfächer auch. Die Teilnahme ist aber freiwillig und wird nur auf Wunsch im Zeugnis erwähnt.

Mit dem Eintritt in die Primarschule wird erfragt, ob die Kinder am Religionsunterricht teilnehmen. Eine Abmeldung ist möglich. Sollte während der Primarschulzeit der Wunsch bestehen, das Kind vom Religionsunterricht abzumelden, so ist dies in der Regel immer zum darauf folgenden Schuljahr möglich.

Sie möchten mehr wissen oder fragen Sie sich, ob es Religionsunterricht wirklich braucht? Hier finden Sie einige wichtige Punkte:

Sekundarstufe

In der Sekundarstufe I findet kein Religionsunterricht in der Schule statt, der von den Kirchen verantwortet wird. Stattdessen ist das Schulfach „Ethik, Religionen und Gemeinschaft“ (ERG) für alle Schülerinnen und Schüler obligatorisch. Die Kirchen und Glaubensgemeinschaften bieten zusätzlich Unterricht für Jugendliche an, der näher an der jeweiligen Glaubenspraxis orientiert ist. Weitere Informationen finden Sie unter „Religionsunterricht in der Kirche“.