Basel-Stadt

Warum Religionsunterricht?

Raum für Fragen, Zweifel und Erfahrungen

Kinder beobachten, sammeln Erfahrungen und fragen nach. Der Religionsunterricht an Basler Primarschulen bietet Raum für die grossen Fragen der Kinder. “Religion ist das kleine Fach für die grossen Fragen”, formulierte der Religionspädagoge Hartmut Rupp. Im Gegensatz zu den anderen Schulfächern werden hier keine Leistungen beurteilt und benotet. Es geht um das Miteinander, den Austausch und die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Themen kennenzulernen, die anderswo vielleicht keinen Raum haben. 

Junge betrachtet interessiert Schmetterling auf seiner Hand
Foto: ptaxa

Wichtige Kompetenzen entwickeln

Religionsunterricht unterstützt Kinder in ihrer Identitätsentwicklung, stärkt Selbst- und Sozialkompetenz und fördert Achtung, Toleranz und Mitgefühl. Kinder lernen biblische Geschichten und religiöse Traditionen kennen, erwerben Orientierung in der Vielfalt von Religionen und Weltanschauungen und setzen sich mit ethischen Fragen auseinander. Durch handlungsorientierte Lernformen entwickeln sie Sprachfähigkeit, Symbolverständnis sowie die Fähigkeit zum Dialog und zu einem respektvollen Miteinander.

kinder liegen im Kreis auf der Wiese und fassen sich an den Händen
Foto: StockPlanets

Sich selbst und die Kultur verstehen lernen

Durch biblische Geschichten lernen die Kinder die Welt besser zu verstehen und sie sich und den anderen zu erklären. Die Schöpfungsgeschichte zum Beispiel sieht den Menschen als Gottes Ebenbild. Aus dieser Sicht hat jeder Mensch eine unantastbare Würde und verdient Wertschätzung. Diese Haltung prägt unsere hiesige Kultur und ist in der Eidgenössischen Bundesverfassung (Art. 7) und den Menschenrechten (Präambel/Vorwort) verankert.

Kinderhände die Ostereier färben
Foto: ArtMarie

Den Frieden zwischen Religionen fördern

Religion prägt unsere Gesellschaft. Religionslehrpersonen vermitteln Einblicke ins Christentum und in andere Religionen. Kinder können so lernen, Mitschülerinnen und Mitschülern verschiedenen Glaubens mit Respekt und Toleranz zu begegnen. Der Religionsunterricht soll Kindern die sprachlichen Grundlagen vermitteln, sich über Glaubensfragen auszutauschen. 

Mädchen im Gespräch miteinander, unterschiedliche Kulturen
Foto: Ridofranz

Einen Zugang zur Tiefendimension von Leben und Welt eröffnen

Kinder können staunen, sie haben ein Gespür für die unsichtbare Wirklichkeit, welche die sichtbare Wirklichkeit übersteigt. Diese Dimensionen des Zugangs zur Welt geben dem Leben Tiefe, sie können zu wichtigen Lebensquellen werden.

Kerze im Dunkeln mit Flamme

Religionsunterricht gehört zum Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule

Zu einer umfassenden Bildung zählt auch die Auseinandersetzung mit dem christlich geprägten Hintergrund der abendländischen Kultur. Um sich in der heutigen Gesellschaft orientieren zu können, brauchen die Kinder Wissen über christliche Traditionen und Wurzeln.

Lehrerin beim Unterricht eine Schulklasse von hinten
Foto: StockPlanets