Baselland

Religiöse Bildung im Kanton Baselland

Gesellschaftliche Verantwortung der Kirchen

Die evangelisch-reformierte, römisch-katholische und christkatholische Kirche sind im Kanton Baselland als öffentlichrechtliche Körperschaften anerkannt. Damit gehen bestimmte Rechte und Pflichten einher. Entsprechend sehen sie sich in einer besonderen gesellschaftlichen Verantwortung.

Einen wichtigen Ausdruck findet dies im schulischen Religionsunterricht. Mit ihm leisten die Kirchen einen Beitrag zur Bildung von Kindern und Jugendlichen und fördern ein friedliches Miteinander im Geist religiöser Toleranz.

Viele Menschen, die eine Strasse entlanggehen.

Existentielle Fragen des Lebens

Unter ‘Religion’ versteht man eine Dimension menschlichen Lebens, die grundsätzliche und existentielle Fragen berührt: Was ist der Sinn meines Lebens? Was geschieht nach dem Tod? Warum gibt es so viel Schönes, aber auch so viel Schlimmes in der Welt? Wie kann ich mir das Gute bewusst machen und verhindern, an meinen Schwächen und Grenzen zu verzweifeln? Muss der persönliche Egoismus das letzte Wort haben oder lassen sich auch zwischenmenschliche Zuwendung und wechselseitige Vergebung rechtfertigen?

Man kann diese Fragen unterschiedlich beantworten, doch um sie herum kommt man nicht. Entsprechend begegnen uns in unserer Gesellschaft eine Vielzahl von explizit religiösen oder auch bewusst nicht-religiösen Optionen, mit diesen Fragen umzugehen. Während Gläubige aus Judentum, Christentum und Islam ihre Antworten formulieren, indem sie von Gott sprechen, wenden sich andere fernöstlichen Vorstellungen zu oder versuchen einen Umgang mit diesen Fragen zu finden, der ohne Gott und Götter auskommt.

Religiöse Bildung

Religiöse Bildung bedeutet: sich bewusst zu werden, in welcher Tradition man aufgewachsen ist, zu wissen, welche Glaubensweisen und Weltanschauungen es heute gibt und wodurch sie sich auszeichnen, die verschiedenen Aussagen und Ansprüche gegeneinander abwägen zu können und so zu einem reflektierten und belastbaren eigenen Standpunkt zu kommen. Ausserdem gehört es dazu, diesen eigenen Standpunkt in toleranter Weise gegenüber vertreten und doch andere Standpunkte als solche stehen lassen zu können.

Aufgang einer Wendeltreppe von oben

Bildungsorte mit unterschiedlichem Profil

Religiöse Bildung findet grundsätzlich vor allem in der eigenen Familie und Freundeskreis statt - indem eigene Traditionen weitergegeben werden und über relgiöse Fragen gesprochen und gestritten wird.

Darüber hinaus bieten die öffentlichrechtlichen Kirchen im Kanton verschiedene Angebote im Bereich religiöser Bildung: zum einen den Religionsunterricht an öffentlichen Schulen und heilpädagogischen Kompetenzzentren, zum anderen die Aktivitäten in eigenen Räumen, also in reformierten Kirchgemeinden und römisch-katholischen Pfarreien. 

Sollten sie Fragen zum Thema religiöser Bildung haben oder Beratung bzw. Unterstützung hinsichtlich eines Angebots der Kirchen benötigen, sind die evangelisch-reformierte und römisch-katholische Fachstelle gerne für Sie da.